Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und der Datenschutzerklärung zu. Ich stimme zu.
Close
HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007
HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007 HAUS 13 - 2007

Das Haus in Chersonissos - Kreta 2007

Eine Idee zur Gestalt des Hauses entwickelte sich auf dem Spaziergang durch das benachbarte Dorf Piskopiano, wo in Ortsmitte ein Gehöft liegt, dessen Erscheinungsbild sich durch verklammerte, unterschiedlich große Würfel auszeichnete.

Auf dem benachbarten Marktplatz ließen wir uns in dem kleinen Cafenion nieder und bestellten Wein, Salat, Käse, Oliven und Brot für eine Vesper. Der liebenswürdige Wirt, der die Bauherrin gut kannte und sie in Zukunft als neue Nachbarin begrüßen wird, umsorgte uns liebevoll und aus ganzem Herzen. Aus dieser Stimmung heraus war es möglich, auf der Papierserviette der Taverne eine Skizze zu fertigen, die all das beinhaltete, was wir gesehen hatten. Es war die immer wiederkehrende Formel des mit den Lebensumständen langsam wachsenden Hauses, aus Teilen oder neu formuliert: aus Modulen zusammengesetzt. Die dynamisch veränderten Lebensabschnitte bilden sich im Bauen ab. Diese Skizze deutete die erste Gestalt.

Ein weiterer Gedanke des Konzeptes basierte auf der Idee eines minoischen Hauses, wie es in einem Modell von französischen Archäologen rekonstruiert wurde, das in dem kleinen Museum ausgestellt ist, welches der Ausgrabungszone des Palastes von Malia angegliedert ist. Neben der minoischen Palastarchitektur in Knossos und Malia waren diese Gebäudekomplexe von dörflichen Strukturen umgeben, in denen die Handwerker und Andere lebten und arbeiteten. Diese dicht gepackten Ensembles stellten eine weitere Quelle unserer Arbeit dar, gaben der Architektur das Leitmotiv und ihre metaphorische Weihe, abgeleitet aus geschichtlichen, topographischen und geographischen Befindlichkeiten.

Der Entwurf basierte also auf einer konklomerativen Struktur, wobei das original erhaltene Tonmodell eines Hauses aus Archanis um 1500 v.Chr. , das im Nationalmuseum von Heraklion gezeigt wird, als Anregung diente. Es war der Mythos des Labyrinths des Daidalos, das den Entwurf des Hauses in der Form eines geschichteten und verschachtelten minoischen Dorfes inspirierte.