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MEHRFACHBEAUFTRAGUNG ZUR KONZEPTSTUDIE MAURITIUS GALERIE WIESBADEN


DER KONTEXT
In Wiesbaden existiert neben den Hauptfußgängerzonen ein Sekundärwegesystem, das ein zweites „Gassennetz“ konfiguriert, welches in Abkürzungen und Schleichwegen ein Filtern durch die Blocks mit intimen Plätzen ermöglicht. Diese sind zum Beispiel das Prinzengässchen, der Parlamentsplatz, das Queren des „Schiffchen“ in die Kleine Langgasse hin wieder zur Fußgängerzone. Oder die kleine Schwalbacher Straße, über die Mauritiusstraße zur Hochstättenstraße hin. Die Bibliothek liegt an diesem Wegenetz. Diese reizvolle Lage steht zurzeit im Kontrast zur desaströsen Wirklichkeit dieses Bereiches.
Aus diesem Grund schlagen wir vor, die Hochstättenstraße Teil dieser Fußgängerzone werden zu lassen.

DIE HOCHSTÄTTENSTRASSE
Um diese zu beleben, sollten die Geschäfte von dort aus zugänglich gemacht werden, ebenso wie der Zugang zur Bibliothek. Der ebenerdige Zugang zu den Geschäften lässt sich nur realisieren, wenn man die Straße absenkt um an einem spezifischen Punkt mit einer Treppe von sieben Stufen das bestehende Niveau wieder zu treffen. Durch einen durchgängigen Plattenbelag wie in den anderen Zonen, verbunden mit der Renovierung der Fassaden und den Geschäftszugängen erhält dieser Bereich eine Anmutung wie die Kleine Schwalbacher Straße. Die bestehende Baulückenöffnung sollte als intimer Platz ausgebildet werden, mit einer lockeren erweiterten Bibliotheksnutzung, z. B. als Erholungsort und Lesegarten mit Bücherkisten – wie Bouquinisten.
Als kostengünstigste und effektivste Wandgestaltung wäre der Vorschlag: Die drei Platzwände rundherum durchgängig zu begrünen mit Rankgerüsten.

DAS HOTEL
Um in eine Viersterne-Kategorie zu kommen, sollte versucht werden, ob eine Verbindung möglich ist zwischen dem Hotel und dem Spielraum des ehemaligen Kino Walhalla. Unser Vorschlag wäre: Das Foyer des Hotels in Richtung Norden zu erweitern, um den bestehenden Lastenaufzug in die Hotelhalle zu integrieren. Wenn man nicht einen zweiten Aufzug daneben bauen will (Budget) müsste der bestehende Lift Nutzungen superpositionieren (Wäsche/ timing Kunden). Von dort könnte man in die Ebene 1 fahren, um weiter geradlinig in direkter Richtung das Walhalla zur erreichen. Um die vorhandenen unterschiedlichen Niveaus anzugliedern, wird eine geradlinige repräsentative Treppe im Gebäude den Höhenunterscheid von 2,20 m mit 13 Stufen überwinden, um dann mit einer gläsernen, leichten Brückenpassarelle das bestehende Foyer des Walhalla im 1. Obergeschoss zu treffen.

DAS PARKHAUS
Die beiden bestehenden Aufzüge (mit Treppe im Hintergrund) bedienen weiterhin das Parkhaus und fahren bis in die
Ebene „0“. Von dort gelangt man geradlinig und niveaugleich in die Hochstättenstraße.
Um die Attraktivität dieser Passage zu erhöhen (sie liegt an der Nahtstelle von Gewerbe und Bibliothek) könnte die Seite zu
den Läden verglast sein, um reizvolle Einblicke in die Geschäfte zu ermöglichen.

DIE ZUGÄNGE
Die hintere dunkle Fläche erhält ihre ebenerdige, großzügige Zugänglichkeit von der Schwalbacher Straße ebenso wie ihre Andienung. Nebenräume und WC sind als Bestand ein Geschoss tiefer angesiedelt. Als Konfiguration ist ein SB-Markt dargestellt, dessen Größe die in letzter Zeit immer beliebter werdenden kleinen SB-Märkte als sogenannte „City-Line“ aufnehmen könnte. Es wären aber auch andere Nutzungen denkbar wie ein Sportstudio oder das angedachte Theater. Letztendlich wird der Markt entscheiden, wer diese Fläche mietet. Der Zugang vom Michelsberg in die Bibliothek ist ebenso möglich (siehe Plan Ebene 2), jedoch nicht dargestellt.

DAS MERKZEICHEN
Als unübersehbares, richtungweisendes „Merkzeichen“ zur Orientierung wird ein vertikales, in einen kreisrunden Luftraum gestelltes Wendeltreppenelement, einer farbigen Skulptur gleich, vorgeschlagen, das alle Geschosse in direkter Weise miteinander verbindet. Es prägt den zentralen Eingangsbereich gleich einem Brunnen oder einer Skulptur auf einem Marktplatz. Am Eingang sind Diebstahlsicherung, Rückgabe und Verbuchung angeordnet,
verbunden mit einer Servicetheke, ergänzt mit Zusatznutzungen wie Ausstellung, Flyer, Bücher-flohmarkt etc.
Von dort auf gleicher Ebene direkt neben dem Eingang erstreckt sich die Kinderbibliothek als ein in sich geschlossener Bereich. Der Besucher geht von diesem freien Platz, der als Treffpunkt und Orientierungsraum fungiert an der Ankunftstheke vorbei. Auf dem Weg zu den sich anschließenden Rolltreppen zum Untergeschoss findet er Ausstellungsflächen und andere Aktivitäten. Seitlich dieses Weges kann er gleichsam wie in zwei Häuser gehen und Jugendbibliothek oder die non-book area in Anspruch nehmen.

DER LUFTRAUM
Zentraler Bereich ist hier als zweites Merkzeichen ein großzügig bemessener Luftraum, der das Erdgeschoss mit dem Untergeschoss verzahnt – blick- und lichtmäßig. Die Richtung des Weges zu den Rolltreppen wird dabei durch die große linear verlaufende vorhandene Lichtöffnung gleich einem Fingerzeig unterstützt. Durch die große Öffnung zum Untergeschoß hin überblickt der Besucher Lesesaal und den Bereich für Sachliteratur zur Gänze. Gleichzeitig wird durch die große Öffnung das Licht des vorhandenen Lichtbandes in das Untergeschoß gelenkt und spiegelt Himmel und Wolken in einem Wasserbecken.
Zurück zum Eingangsbereich nimmt der Besucher die Treppe ins Obergeschoss zur Sprach- und Literaturabteilung. Hier wird die Orientierung innerhalb des Bereiches durch das geometrische Muster des Kreises bestimmt, wobei der Mittelpunkt im Wendeltreppenauge liegt – dem Orientierungsmerkzeichen. Angrenzend ist die Lounge mit Zeitungen und Zeitschriften angesiedelt mit anschließendem Lesegarten im Freien.
Somit sind diese beiden Elemente – das alles durchdringende Treppenelement mit skulpturellen Aspekten und die das Unter- mit dem Erdgeschoss verkettende Deckenöffnung die zentralen Elemente um eine klare Orientierung zu bieten.

MATERIAL
Zur Schaffung von visueller Identifikation und verschiedener Atmosphären spielt eine entscheidende Rolle die Gestaltung der Oberflächen und die Lichtführung. Um einerseits Erlebnisräume zu formulieren und andererseits dem Nutzer eine klare Orientierung zu bieten, müssen sie sich nicht nur in Maßstab, sondern auch bezüglich in den verwendeten Materialien und Lichtverhältnissen unterscheiden. Da die Wände zum großen Teil belegt sind bieten sich Böden und Decken zur Diversifizierung der einzelnen Bereiche an, gemäß ihrer Inhalte und Funktionen.

Sachbuchliteratur und Lesesaal sollten vielleicht Erinnerungen an klassische Bibliotheken andeuten und ein Parkettboden könnte die Antwort sein.
So könnte der Weg in die Bibliothek über Eingangsbereich und Servicetheke zu den Rolltreppen den Belag aufnehmen, der aus dem Straßenraum entlehnt ist und die Fortsetzung des öffentlichen in den halböffentlichen Raum der Bücherei abbilden. Daher könnte der kleine Platz gegenüber so gestaltet werden, daß er in die Nutzung der Bibliothek als öffentlicher, erweiterter Raum mit einbezogen wird, z. B. als Ruhe- und Lesegarten mit Bücherkisten wie bei den Bouquinisten in Paris.
Die angrenzende Kinderbibliothek könnte mit Linoleum in diverser Farbtonalität belegt werden, ein hygienischer und sanft federnder Boden. Jugendbibliothek und non-book-area sollen eine spezielle Anmutung erfahren,die sich eher ableitet aus dem improvisierten und dem Noch Nicht Ganz Fertigen, vielleicht dem Loftbereich (siehe Alter Schlachthof) und man würde die abgehängte Decke entfernen, Lüftungstechnik, Betonkonstruktion,schwarz gestrichen, z.B. zeigen, der Boden bestünde aus geschliffenem Estrich ergänzt mit einer Beschichtung wie in Tiefgaragen.

Während die Lounge für Zeitschriften und Zeitungen sich eher über Bistroatmosphäre definieren könnte und einen Steinzeugbelag aufnehme. Literaturen und Sprache könnten an französische Literaturclubs erinnern und mit einem speziellen Parkett, z. B. Lamellenparkett (Stabiletto) ausgestattet werden.