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HAUS 10 - 2005 HAUS 10 - 2005 HAUS 10 - 2005 HAUS 10 - 2005 HAUS 10 - 2005 HAUS 10 - 2005 HAUS 10 - 2005 HAUS 10 - 2005 HAUS 10 - 2005
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BAU ein HAUS - 2005

Wiesbaden ist ein städtebauliches und architektonisches Geschöpf des 19. Jahrhunderts. Es ist vielleicht DIE Stadt des Historismus. Im Kern ist sie eine Raumstadt mit Plätzen, Alleen und Baublöcken und wird umgürtet von einer Gartenstadt mit Villen im Grünen. Heute hier zu bauen – moderne Villen zu bauen - bedarf es der Einfügung ohne Nachahmung. In der wichtigen Diskussion um die Nachverdichtung mit Gebäuden in unser Stadt entstehen Spielräume - wie nutzen wir sie ?

In einem Villengebiet in Wiesbaden-Sonnenberg, das „Eigenheim“ genannt wird und 1905 konzipiert wurde, ist eine Villa entstanden. Mit einer Vielzahl von Landhäusern auf großen Grundstücken hat sich im Laufe der Zeit durch Teilungen ein eher heterogenes Bauensemble entwickelt. In diesem Amalgam war ein freies Grundstück vorhanden, und konnte erworben werden um es zu bebauen. In diesen Gebieten sind sehr oft Pseudovillen entstanden als „Französische Landhäuser“ mit Balustraden, Mansarddächern, kleiner Sprossenteilung und Klappläden - meistens ohne Architekten - und von Bauträgern konzipiert.

Wiesbaden ist mit Bauten der Bauhauszeit nicht stark vertreten. Aus diesem Grunde haben wir mit dieser Villa Anspielungen an die klassische Moderne gesucht. Zu erwähnen bleibt zusätzlich, daß in der weiteren Umgebung die drei einzigen Bauwerke liegen, die die Bauhauszeit vertreten; zwei Villen des Architekten Lehr und das Opelbad der Wiener Architekten Schuster und Schuster. Hier wie dort sind die Proportionen sowie geschlossene und offene Flächen sorgsam ausbalanciert. Das Raum-Kontinuum im Inneren läßt sich außen ablesen. Größe des Kubus, Gebäudehöhe und Stellung des Baukörpers auf dem Grundstück spiegeln die umgebende Bebauung, wobei jedoch die Ausformung eigenständig ist. Im Sinne einer weitergehenden Geschichte haben wir ein Muster unserer Zeit in den bestehenden Kontext eingewoben. Damit wir uns nicht dem Vorwurf aussetzen, daß alles wieder so wird wie es niemals war.